Schwemm

DIE SCHWEMM  – NORDTIROLS GRÖSSTE ERHALTENE MOORLANDSCHAFT

 Der von Wiesen und Weiden umrandete Moorkomplex nimmt eine Gesamtfläche von ca. 63 ha ein. Der zentrale Teil liegt bei 664 m Seehöhe.

Durch einen nacheiszeitlichen Aufstau, zusammen mit dem Wasser entstanden, verlandete die ursprünglich offene Wasserfläche, worauf das Torfwachstum einsetzte. Der heutige Zustand zeigt einen zentralen Hochmooranteil, umschlossen von einem ringförmigen Zwischenmoor.

Die Vielfalt der Feuchtflächen machen das seit 2003 bestehende Natura 2000-Gebiet zu einem Naturjuwel. Zum Beispiel findet man von etwa 70 Libellenarten in Nordtirol 33 Arten in der Schwemm.

 Hochmoor

Hochmoore sind Regenwassermoore. Sie entstehen in Gebieten, in denen die Niederschlagsmenge größer ist als der Wasserverlust durch Verdunstung und Abflüsse. Außerdem müssen sich die Niederschläge gleichmäßig über das ganze Jahr verteilen, damit das Gebiet nie trocken fällt. Entsprechende Voraussetzungen finden sich bevorzugt in Gebieten mit regenreicher atlantischer Klimaprägung. Ein weiteres Kennzeichen für Hochmoore ist ein sehr saurer, mineral- und sauerstoffarmer Wasserhaushalt.

Zwischenmoor

In Regionen mit vielen Niederschlägen kann sich ein Niedermoor auch zu einem Hochmoor entwickeln. Die Übergangsphase, in der das Moor sowohl vom Grundwasser als auch vom Regenwasser gespeist wird, nennt man Zwischenmoor oder Übergangsmoor. Der im Niedermoor ständig neu entstehende Torf presst die darunter liegenden Torfschichten immer weiter zusammen. So bilden diese Schichten langsam eine Barriere für einströmendes Grundwasser. Das Regenwasser bringt keine Nährstoffe ein.

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