Steinbergrunde – Teil 1

Die Steinbergrunde umrundet auf ca. 70 Kilometern das Massiv
der Leoganger und Loferer Steinberge.

Der Radweg verläuft zwischen den Gemeinden Leogang, Hochfilzen, St. Ulrich am Pillersse, Waidring St. Martin bei Lofer und Saalfelden. Ein “Einstieg” ist an jeder Stelle möglich

Von Hochfilzen, dem höchsten Punkt der Tour auf kanpp 1.000 m Seehöhe, geht es  entlang der “Buchensteinwandrunde über den Wiesensee nach St. Ulrich am Pillersee. Immer dem Radweg rechts vom Pillersee bis zur Wallfahrtskirche St. Adolari entlang fahren. Nun die Hauptstraße überqueren und hinunter nach Waidring fahren. Im Zentrum rechts in Richtung Lofer abbiegen und auf der alten Bundesstraße in Richtung Strub weiterfahren. Am Radweg entlang über den Pass Strub nach St. Martin bei Lofer und Weißbach folgen. Durch das Salzburger Saalachtal leicht steigend bis nach Lenzing fahren. Beim Schörhof führt der Weg unter der Bundesstraße hindurch und weiter bis nach Leogang. Am Ortsteil Hütten vorbei. Die Strecke führt entlang des Grießenbaches. Oberhalb der Bahnstrecke führt der Weg weiter bis zum Grießensee und dann weiter bis nach Hochfilzen.

St.Ulrich am Pillersee

Auf der Tour verläuft der “Skulpurtenradweg” Kinder und Jugendliche gestalteten gemeinsam mit internationalen KünstlerInnen ihre heimische Kulturlandschaft in Form von ca. 25 Skulpturen. Diese findet man in Hochfilzen, St. Ulrich a.P., Waidring, Lofer, St. Martin, Saalfelden und L eogang direkt am Weg!

Panoramaweg- Pillersee

 

Der Pillersee bei St. Ulrich in den Kitzbüheler Alpen gab dem Pillerseetal seinen  Namen.und ist vor ca. 15.000 Jahren durch einen Felssturz entstanden. Die Sommer-Wassertemperatur pendelt sich meistens um die 20 Grad ein.Wenn seine Wellen sich unter heftigen Winden aufschaukeln und brausende Töne zu vernehmen sind, nennt man das im Volksmund „pillern“.Zuflüsse sind mehrere Bäche, die in den angrenzenden Loferer Steinbergen u den Kitzbüheler Alpen entspringen. Der Abfluss des Sees erfolgt durch den Haselbach/Grieselbach (Loferbach, Strubache), der auch als solcher zufließt, dann die Öfenschlucht passiert und anschließend in Lofer in die Saalach mündet. Die Tiefe des Sees beträgt an seiner tiefsten Stelle 7 m.

St.Ulrich

Frühmorgens

Der Wiesensee ist ein kleiner Gebirgssee zwischen Pillersee und Hochfilzen 

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Seerestaurant Blattl am Pillersee

Kneipanlage

Festung Pass Strub


Die Festungsruine befindet sich auf 675m und verbindet die Ortschaften Lofer und Waidring in Tirol. Unter Heinrich VII. wurde die Festung 1282 als Grenzwehr errichtet. 1621 durch Erzbischof Paris Lodron wurde die Grenzfestung wegen Schwedeneinfällen ausgebaut. 1805 war diese eine siegreiche Verteidigung gegen die napoleonischen Truppen. 1809 wurde die Festung auf Grund eines französischen Befehls gesprengt.


Das ehemalige Zollhaus auf der gegenüberliegenden Seite

Geschichte:

In den Napoleonischen Kriegen 1809 wurde der Pass heftig umkämpft und vo einem unter der Führung von Anton Wallner stehenden Aufgebot erfolgreich verteidigt. Reste der Grenzbefestigung gegen Tirol, Wachthaus, Sperrmauerreste und eine Kapelle sind auch heute noch zu sehen. Am 9. August 1805 wurde die Koalition (England, Österreich, Ungarn, Portugal, Russland, Schweden, Neapel und die Türkei hatten sich im dritten Koalitionskrieg gegen Napoleon verbündet) unterzeichnet und gleichzeitig den Franzosen und den verbündeten Bayern der Krieg erklärt. Erzherzog Johann schloss die Tiroler Landmiliz mit einer Stärke von ca. 10.000 Mann der österreichischen Armee an. Ihre Aufgabe bestand darin, die Nordfront von Vorarlberg bis Lofer zu verteidigen. Ihre Gesamtstärke betrug ca. 34.000 Mann. Viele Berufsoffiziere der österreichischen Armee lehnten es jedoch ab, mit Bauern, Bürgern und Tagelöhnern in den Krieg zu ziehen. Diese Einstellung wird als ein Hauptgrund für den schlechten Zustand der damaligen Tiroler Landesverteidigung gesehen. Die wichtigste Bastion der Landesverteidigung, die Schützenkompanien mit ihren ortskundigen und volksverbundenen Offizieren und den ausgezeichnet ausgebildeten und zu allem entschlossenen Männern und Frauen, waren aber intakt. Die Bayern und Franzosen versuchten über den Pass in Tirol einzudringen, rechneten jedoch nicht mit dem massiven Widerstand, auf den sie stoßen sollten. Da ein großer Teil der Armee zum Schutz der Reichshauptstadt Wien abgezogen wurde, war Tirol wieder einmal fast auf sich allein gestellt. Eilig wurde nun der Landsturm einberufen, und die Tiroler Schützenkompanien übernahmen die Aufgaben der Armee. Am 1. November 1805 rückten bayerische Truppen in Divisionsstärke (über 10.000 Mann samt Artillerie mit 13 Kanonen) über Bodenbühel und den Kniepass auf den Pass Strub vor. Der Befehlshaber der Bayern war General Deroy. Die am Pass Strub eingesetzten Reste der österreichischen Armee, Landmiliz, Landsturm und Schützen leisteten erbitterten Widerstand und konnten vier Angriffe der Bayern abwehren.Die Landesverteidiger vermochten jedoch, diese Angriffe zurückzuschlagen. Diese von Graf St. Julien und Mjr. Wolkenstein bzw. Wintersteller entworfene Strategie hielt vier schweren Angriffen der Bayern stand, denen auch die sechsfache Überlegenheit an Soldaten, Kanonen und Material nichts nützte. Der Pass Strub wurde demnach vom so genannten letzten Aufgebot erfolgreich verteidigt. Bemerkenswert bleibt, mit welcher Aufopferung Tiroler Landsturm und Schützen dieser schier unglaublichen Übermacht trotzten und den östlichen Eingang Tirols erfolgreich verteidigten. Mit Steinlawinen, Gewehren, Sensen, Mistgabeln, Dreschflegeln – praktisch mit allem, was zur Verfügung stand – wurde das schier Unmögliche geschafft: Der Pass wurde gehalten, die Bayern in die Flucht geschlagen. Erst beim fünften Versuch konnte die Festung durch Verrat eingenommen werden!

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