Hechtsee

Der Gebirgssee liegt in den Brandenberger Alpen westlich von Kiefersfelden (Bayern) bzw. nördlich von Kufstein (Tirol).Der 28 Hektar große See, dessen Nordufer nur
wenige Meter von der deutsch-österreichische Grenze (Bayern-Tirol) entfernt liegt, wird vom Hechtbach gespeist, der aus einem Tal zwischen dem Hecht- und dem
Längsee kommt. Unweit seines Südufers erhebt sich der Thierberg (721 m).Der Abfluss erfolgt über den Kieferbach.

Von den sechs Seen westlich von Kufstein – dem Egelsee, Längsee, Pfrillsee, Stimmersee, Thiersee und der Maistaller Lacke – ist der Hechtsee der größte und mit 57
Metern auch der tiefste.Alle Seen können vom Hechtsee aus mit schönen Wanderwegen auch zu Fuß erreicht werden. Rund um den See führt ein bequemer Spazierweg.



Meereshöhe: 542 m ü.d.M.
Fläche: 28 ha
Max. Wassertiefe: 57 m
Durchschnittliche Wassertemperatur im Sommer: 24°



SAGEN VOM HECHTSEE

Wie der Hechtsee entstanden ist.


Wo sich die dunklen Fichten im klaren Waser des Hechtsees spiegeln standen in grauer Vorzeit zwei stattliche Bauernhöfe, breit und behäbig in grüner Mulde eingebettet. Von den beiden Bauern betrieb jeder eine blühende Land- und Forstwirtschaft, aber sie waren einander spinnefeind. Warum diese Nachbarsfamilien so sehr zerstritten waren, weiß heute keiner mehr. Vielleicht wussten es damals die Streithanseln selber nicht. Die Zwistigkeiten waren eben seit Generationen da, und wenn sich Leute aus den zwei Bauerngeschlechtern begegneten, so schrien sie sich gegenseitig die übelsten Verwünschungen zu. Diese Verwünschungen sollten eines Tags Wirklichkeit werden. Denn während sich wieder einmal die beiden verfeindeten Bauern über die Grenze ihrer Höfe hinweg die hässlichsten Verfluchungen zubrüllten und alle zwei dabei immer zorniger wurden, da versanken sie urplötzlich zusammen mit all ihrem Hab und Gut, mit Haus und Hof, Stall und Scheune und Ländereien, mit Mensch und Tier. Wo die Bauernhäuser standen und die Viehweiden drum herum sich ausgebreitet hatten, da war nun ein tiefer See, dunkelgrün und silber glänzend. Von ihm nahmen die Leute der Gegend sogar an, dass er in seiner unergründlichen Tiefe mit dem Meer in Verbindung stünde.


HECHTA
Die Nixe im Hechtsee.



Als sie wieder einmal, gar lieblich anzuschauen, als junges Mädchen am Ufer des Sees lustwandelte, traf sie einen jungen Jäger. Friedl hat er geheißen. Sie fanden sofort Gefallen aneinander. Deshalb trafen sie sich alle paar Tage und waren über beide Ohren ineinander verliebt. Hechta sagte dem jungen Mann, daß ihre Liebe in die Brüche gehen müsse, würde er sie jemals drängen, ihren Namen preiszugeben, oder würde er sonstwie ihren Namen erfahren. Doch der Jäger war ein neugieriger Bursche, und so blieb es nicht aus, dass er von der Hechtseenixe erzählen hörte und schließlich von einer alten Kieferin (Kiefersfeldenerin) auch den Namen derselben erfragte.

Bald darauf traf er seine Liebste wieder droben am Hechtsee. Da lagen sie sich in den Armen und in seinem Glück nannte er sie zärtlich bei ihrem Namen. Im selben Augenblick rollte eine riesige Welle über de See heran und schlug über die beiden am Ufer Liegenden zusammen und riss sie in die Tiefe.

Hechta verlor ihre Liebe, Friedl sein Leben.




Werbung

Gerne gehe ich hier am Seeufer entlang…

Und noch lieber hier zwischen den Felsen durch!

Hier wimmelt es nur so von Hechten

Share
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
Werbung

2 thoughts on “Hechtsee

  1. Nun hab ich die Sage um die Nixe Hechta verstanden.Du hast sie durch Bild und Text sehr schön nahegebracht.Vielen Dank für deine Arbeit 🙂 LG Katrin

Schreibe einen Kommentar zu Christine Brand Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.