Kapruner Hochgebirgsstauseen

Auf den Spuren eines Mythos – oder die Errichtung einer Mauer 

Mitten in den Hohen Tauern liegt eines der  imposantesten Bauwerke der Nachkriegszeit. Die Kapruner Hochgebirgsstauseen mit ihren zwei Speicherseen, Wasserfall- und Mooserboden, auf rund 2.040 Meter Seehöhe. Die beiden Seen liegen wie zwei Fjorde im hinteren Kapruner Tal.

107 m ragt die Staumauer Mooser-Sperre fast senkrecht in die Höhe und biegt sich zugleich auf 494 m Länge zwischen den Felsen. Der Stausee ist ein Jahresspeicher mit einer Oberfläche von 1,6 km² und einem Nutzinhalt von max. 84,9 Mio. m³. Das Wasser wird aus einem Einzugsgebiet von 99,3 km² gesammelt, wobei der Großteil davon Schmelzwasser des Pasterzengletschers des Großglockners ist. Dieses Schmelzwasser wird im Stausee Margaritze in Kärnten gesammelt und durch den 11,5 km langen Möll-Überleitungsstollen in den Speicher Mooserboden geleitet.

Mooserbden

Auf einer Länge von 820 Metern überwindet er 431 Höhenmeter und ist somit der größte Schrägaufzug Europas. Aufgrund der großen Spurweite von 8200 mm sind alle acht Laufrollen des Fahrwerkes beidseitig mit Spurkränzen ausgestattet. Der Antrieb erfolgt über zwei synchronisierte Seilwinden in der Bergstation; die Zugseilschleife wird über zwei Seilscheiben am Aufzugswagen umgelenkt. Die Schienen sind auf der Trasse auf betonierten Längsschwellen montiert. Die Grundfläche der Plattform des Aufzugwagens beträgt 9 m mal 5,40 m.

Eine Buchbesprechung von Eva Höllbacher. Es wird hier einiges über den Bau der Staumauer bzw. über Historische Ereignisse. erzählt.

Kaprun


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Ein Kommentar

  1. +Werner Karlinger Hallo Werner…jetzt fehlen mir die Worte…bin sehr erschüttert unter welchen Umständen diese Staumauern errichtet wurden…ein monumentales Bauwerk errichtet durch Zwangsarbeiter…jetzt verstehe ich auch warum mein Vater bei unseren Besuchen an diesem Ort stets Tränen in den Augen hatte…er wollte nie darüber sprechen…vielleicht aus Rücksicht auf mich da ich damals noch ein Kind war…hätte es wahrscheinlich auch nicht verstanden…habe unter Wikipedia auch darüber gelesen…muß wie alles andere unter der damaligen Führung schrecklich gewesen sein dort zu arbeiten…ich gedenke im stillen den verstorbenen Menschen an diesem zur damaligen Zeit monumentalen Bauwerk…Danke für Deine ausführlichen Recherchen Werner…der Mythos lebt weiterhin an diesem Ort…bin mir sicher das es dort viele Geheimnisse gibt die noch zu entdecken gibt…Lg und eine gute Nacht, Fredy

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