Naturdenkmal Birnbachloch

Ein Ausflugsziel in meiner näheren Umgebung.Es befindet sich in Leogang/Salzburg im Ulachgraben. Der Weg zum Birnbachloch ist ein gut gepflegter, teilweise als alpiner Steig ausgeführter und gesicherter Zugang.In einer Gehzeit von einer bis eineinhalb Stunden je nach Tempo erreichbar.

Die Quelle, die in allen Jahreszeiten fließt, entspringt laut Josef Lahnsteiner einem unterirdischen See, von dem die Sage zu berichten weiß, dass er nicht zu >ergründen< ist. „Gründst du mi, so schlünd i di“, soll als Antwort auf das Hineinwerfen von Steinen als dumpfer Ruf aus der Tiefe des Quellsees gekommen sein.

 

Das Birnbachloch liegt einige hundert Meter östlich des Birnbachgletschers in 1291 m Seehöhe. Es handelt sich um eine Karstquelle in einer großartigen, von latschenbewachsenen Kalkfelsen geprägten Umgebung. Der optische Eindruck des Birnbachloches wird bestimmt von einer ca. 20 m breiten „geräumigen“ Eingangshalle, in deren Hintergrund der Birnbach entspringt und anschließend in anmutigen Kaskaden den Berg hinunterstürzt.

Die Schüttung schwankt zwischen 5 Litern im Spätherbst und Winter und 300 Litern bei Schneeschmelze und Starkregen. Im Spätherbst und Winter kann man mehrere Meter tief in die Quellhöhle absteigen. In der geräumigen Kammer verschließt ein Siphon, der auf den Nebenaustritt eingespiegelt ist, die Höhle. Er vermittelt den Eindruck eines Sees, wie er auch in der Sage dargestellt wird: Lahnsteiner: „Im Inneren des Berges ist ein großer See, der immer Wasser abgibt und nicht ergründbar ist.“

Vom Birnhorn (2 634 m ü. A.) gehen jährlich zahlreiche Lawinen ab. Der Schnee dieser Lawinen schmilzt im Sommer nicht komplett ab, sondern bildet einen kleinen „Gletscher“. Von 1884 bis ca. 1900 bauten die Münchner Eiswerke zur Versorgung der Münchner Eiskeller vom >Birnhornkees< jährlich bis zu 1 000 Waggons Eis ab. Das Eis wurde von ca. 100 meist einheimischen Arbeitern in großen Blöcken aus in den Gletscher gebohrten Schächten und Stollen in zwei bis 15 m Tiefe heraus gesprengt und auf einer hölzernen Rutsche, die durch den Ullachgraben etwa 1,6 km lang in das Tal führte, mit weithin hörbarem lauten Getöse zu Tal gebracht. Dort angekommen, wurden die Blöcke auf Pferdefuhrwerke verladen und schließlich mit der Bahn nach München transportiert, wo sie über den Sommer die Getränke- und Nahrungsvorräte der Wirtshäuser kühlten.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.